Itadori Zubereitung (2) – Kalt und knackig mit Kokos

Genau das Gleiche …!

Immer noch probieren wir, was man mit Itadori (dem Japan Knöterich) leckeres machen kann.

… nur ganz anders  !

Nach der Geschmacksexplosion mit gesalzenem Itadori hätte es ja so weitergehen können. Der Griff ins Gewürzregal, um die Itadori Stangen mit allem Greifbaren testweise zu bestreuen, war schon absehbar. Aber was sollte das Nächste sein ?

Zimt ? Paprika ? Oder Chilipulver ?

Moment – wir riechen mal am Itadori… – oh !
OK, das riecht grün. Aber komisch: irgendwie auch nach Weihnachten. Und nach Sommer.

Was kann das nur sein ? Still ziehen Erinnerungen am inneren Auge vorbei: Tannenbaum, Sonnencreme, gemähtes Gras , … nein, das ist es alles nicht.

Kokos ! Es riecht ein wenig wie Kokosmakronen und wie Pina Colada !
Wieder einmal hat der Itadori uns mit seinem vielseitigem Charakter komplett überrascht.

Natürlich, es ist nur ein Hauch von Kokosduft, der Rest ist typisch und unverwechselbar Itadori. Aber das heisst, die beiden Zutaten passen bestimmt gut zusammen.

Die einzige Kokoszutat, die gerade greifbar ist, ist eine Packung Kokoseis, die vom letzten Sommer noch angebrochen im Gefrierfach Winterschlaf hält. Na, die wird jetzt sehr erstaunt sein, dass sie im April, bei knappen 6°C Aussentemperatur schon herausgeholt wird – aber das muss einfach sein.

Tja, wie geben wir den Itadori denn nun dazu ?
Sollen wir es mit heißmachen versuchen ? Als Sauce vielleicht ? Oder mit ein paar Mandeln zusammen in der Pfanne angeröstet ? Oder wieder salzig, mit Erdnüssen gemischt ?

Ach was – her mit dem Messer und Schneidbrett: zapp, zapp, zapp. Das macht Spass. Itadori lässt sich roh prima in dünne Scheiben schneiden. Die sehen fast so aus, wie die bekannten Frühlingszwiebelringe in der asiatischen Küche – sehr passend.

Und die handvoll Itadori Kringel streuen wir einfach über unser Kokoseis. Es geht ja nur ums Probieren.

Also los, Löffel eingetaucht und: ja hoppla !

Aus unserem langweiligen Kokoseis ist auf einmal ein deluxe Produkt geworden !
In dem cremigen Kokos sind nun auf einmal viele „crunchige“ Stückchen verteilt. Das macht rein schon vom Feeling her richtig Spass. Und sobald man die Kokosschicht um das Kringelchen weg hat, kommt auch der leicht saure Itadori Geschmack wieder heraus. Das passt mindestens so gut wie Ananas oder Minze !

Also wirklich zu empfehlen !

Um die Oxalsäure machen wir uns keine Gedanken, dafür ist es viel zu lecker. Und es muss einfach roher Itadori sein ! Nur der ist so knackig. Ausserdem haben wir irgendwo gelesen, dass Milchhaltige Zutaten die Oxalsäure direkt binden, bevor sie sich das Kalzium aus dem Körper schnappt.

Viel wichtiger ist uns also die Frage: wie schneidet man den Itadori hierfür am Besten ? In Streifen oder in Kringel ?
Ganz klar: Kringel. Nicht zu groß. Einfach so , dass man bei jedem Bissen mindesten 1-2 davon zerknacken kann.

So einfach kann es sein.

Natürlich ist das auch wieder nur ein kleines Geschmacksexperiment und kein vollständiges Rezept. Aber wir klopfen ja erst mal die grundsätzliche Verwendbarkeit ab.

Wer übrigens eine gelungene Itadori Kreation zu Stande gebracht hat, kann uns gerne eine Info zukommen lassen. Oder auch gleich das Ergebnis zum Probieren vorbeibringen …

Also, kalt ist Itadori schon mal überzeugend. Beim nächsten Versuch sollten wir ihn mal warm machen…

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