„Itadori“ ernten – mit Vorsicht an den Alien

Der Japan Knöterich (“Itadori”) – ja, das ist so etwas…

In seiner Heimat (Japan, natürlich) ist er in manchen Regionen ein sehr angesagtes Gemüse. Doch auch wenn asiatische Küche derzeit hierzulande einen Boom erlebt – an dieses seltsame, fast ausserirdisch wirkende Gewächs wagt sich hier niemand so recht mit Messer und Gabel (oder Stäbchen) heran !

(Dabei gibt es wirklich leckere Rezepte – davon in Kürze mehr)

Heute geht es erst einmal um die Grundschritte: Die Ernte !

Itadori ist ein ungeliebtes Zeugs – es wird gerne mit Chemie vergiftet, um es abzutöten. Das hilft nahezu gar nichts gegen das Gewächs. Aber derjenige, der sich einen Korb voll firsch besprühter Itadori Triebe erntet, wird sicher etwas von der Wirkung der Chemiekeule erfahren.
Also: unbedingt erfragen, wo unbehandelte Flächen existieren (das Gartenbauamt sollte weiterhelfen können).
Man wird nicht unbedingt helle Freude auslösen, wenn man das Ansinnen äussert, Itadori Triebe durch die Gegend zu tragen. Ein kleines Stückchen der Pflanze auf den Boden fallen gelassen, kann angeblich an dieser Stelle den Grundstock für eine neue Invasion bedeuten!
Also: unbedingt ein dichtes Behältnis zum Transport mitnehmen, aus dem nicht unbemerkt etwas entwischt !
Itadori (Japan Knöterich) in Biohazard Box

Ok - das ist etwas übertrieben.
Aber zumindest ein dichtes Behältnis sollte es zum Transport sein !

Man sagt, die rapide Ausbreitung dieser Pflanze in der Neuzeit hat damit zu tun, dass Baumaschinen im Profil ihrer Reifen kleine Bruchstücke der Triebe verschleppt haben.
Also: dafür sorgen, dass man nicht selber zum Verbreiter wird und an Ort und Stelle die Sohlen der Schuhe kontrollieren und reinigen !
Braucht man zur Ernte besonderes Werkzeug ?
Eigentlich nicht. Die Triebe lassen sich von Hand brechen. Aber mit einem Messer geht das Ganze eleganter.
Welche Teile der Pflanze kann ich verwerten ?
Es geht um die ganz jungen Triebe, die gerade aus dem Boden herauskommen und maximal 30 cm groß sind. Die sind noch schön zart, haben keine feste Schale oder große, ledrige Blätter.
Diese Triebe zu erwischen kann manchmal ein Wettlauf mit der Zeit sein, denn Itadori ist für seine enorm schnelle Entwicklung bekannt.
Wann ist die Zeit, Itadori zu ernten ?
Je nach Region sollte es irgendwann von März bis Mai frische Itadori Triebe zu ernten geben. Hat man abgeerntet, kann man nach zwei Tagen wiederkommen und wird erneut ein ganzes Feld neuer Triebe vorfinden.
Helfe ich mit meiner Ernte, die Ausbreitung zu stoppen ?
Man sagt, wenn man mehrere Jahre hintereinander fünf mal alle Triebe aberntet und noch dazu konkurrierende Pflanzen einsetzt, dann hat man eine Chance, den Itadori zurückzudrängen….
Viel Glück also !

(es muss gesagt sein, dass wir uns bei diesen Tipps auch nicht immer so ganz sicher sind, ob das so richtig und gesund ist… also wer das nachmacht, tut das auf eigenes Risiko)

Comments
One Response to “„Itadori“ ernten – mit Vorsicht an den Alien”
  1. Bin auf die Zubereitung gespannt :)

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