Die essbare Invasion – „Itadori“ aus Japan

Was zur Hölle ist das …?!

Es war gestern noch nicht da.

Sieht fast aus wie Spargel – Ob man das essen kann ?

Frische Itadori SprossenDas hier ist eine neue Plage – eingeschleppt vor vielen Jahren aus Asien. Aus Japan, um genau zu sein. Dort nennt man es „Itadori“ und Japaner bereiten daraus allerlei Delikatessen zu.

Hier nent man es „Japanischer Knöterich„, und er ist ein Problem. Denn als die Pflanze hierher kam, hatte sie eines nicht mitgebracht: ihre Gegner !

Alles, was dieses Gewächs in Japan im Zaum halten konnte, war ein kleiner Floh – der macht sich mit Vorliebe über dieses Gewächs her und hat es bis heute verpasst, dass sich hier am anderen Ende der Welt ein wahres Paradies für ihn ausbreitet.

Denn das macht dieser Knöterich hier nun ungenehemmt. Er breitet sich aus, auch in den Städten: an Bachufern, auf Brachgeländen, auf Baustellen,…

Überall taucht dieses Alien auf. Und es lässt sich nicht vertreiben.

Die Dramatik hier einmal in Stichpunkten:
  • Alleine ein winziges Stück (Fingernagelgroß) soll reichen, um an neuer Stelle eine „Itadori“ Invasion auszulösen
  • Die Pflanze wächst unterirdisch, bis zu 5 m tief
  • Die Wurzel bildet ein weit ausgebreitetes Netzwerk
  • Die Triebspitzen, welche aus dem Boden ragen, stammen meist alle aus dem selben Wurzelnetzwerk
  • Die Triebe wachsen im April-Mai bis zu 20 cm am Tag
  • Die Triebe durchbohren Asphalt, Beton, Hausfundamente
  • Das ausgewachsene, dichte Blattwerk lässt keinen Platz für andere, heimische Pflanzen
  • Bekämpfung ? Nur durch massiven Einsatz der bösartigsten Chemie – und das mehrfach.

Seit den 90´ern befasst man sich in Deutschland intensiv mit der Ausbreitung dieser invasiven Plage.

In Großbritannien ergeben sich bereits Schäden in Millionenhöhe – man rechnet mit Milliardenkosten, wollte man das Gewächs komplett von der Insel entfernen.

Für die (vorübergehende) Beseitigung der Gewächse auf dem Gelände für Olympia 2012 wurden wohl 70Millionen Pfund (GBP) investiert.

Es sind Fälle bekannt, bei denen ein Grundstück nicht mehr verkäuflich war, nachdem dort die Pflanze auftauchte.

Deshalb ist man dort bereits zu drastischen Maßnahmen übergegangen:
  • Es ist bei Strafe untersagt, diese Pflanze oder Teile davon von einem Grundstück zu entfernen.
  • Wenn es dennoch weg muss, dann ist es unter Schutzmassnahmen als Sondermüll zu entsorgen.

Das Gute an dieser Pflanze ? Sie ist essbar !

Nicht, dass man als Einzelperson der Invasion Einhalt gebieten könnte. Dafür wächst es viel zu schnell nach – soviel kann man beim besten Willen nicht alleine verspeisen…

Aber es gibt ernsthafte Initiativen, das invasive Gewächs in attraktiv genussvoller Form zu vermarkten.

  • Wie das funktioniert
  • Was man selber einmal probieren kann
  • und was man auf keinen Fall tun sollte
…darüber in Kürze mehr !
Comments
3 Responses to “Die essbare Invasion – „Itadori“ aus Japan”
  1. Bin ja gespannt was sich damit alles anfangen lässt :]

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