Anzucht in der Regenrinne V2.0

Die Regenrinne als Anzuchttool hat sich bewährt.

Schon nach kurzer Zeit keimen nun die Lauchzwiebeln in der Wohnung. Schön in einer Reihe, auf ganzer Fensterbreite.

Allerdings geht es noch besser! Einige Verbesserungsmöglichkeiten sprangen sofort ins Auge und wurden in der neuen Generation umgesetzt:

  • Das Gießen der Regenrinne war kompliziert – um die Umgebung des Aufstellplatzes nicht zu fluten, kann man ja schlecht eine Gießkanne einsetzen. Daher musste mit einem Sprühnebler gegossen werden – aber auch das geht nicht wirklich zielgerecht, so dass man eigentlich das ganze Gedöns immer nach draussen tragen musste.
  • Trotz täglicher Besprühung trocknete das Substrat aber rasch aus. Es zieht sich dabei auch stark zusammen. Dann kann mehr Luft dran und es trocknet noch schneller aus…
  • Die Seitenteile der Regenrinne sind nicht dicht und müssen extra nochmal mit Silikon abgedichtet werden.

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Genug Antrieb für eine pfiffige zweite Version der Anzuchtrinne.

Sie bietet:

  • Bewässerung von unten – Bringt eine gleichmässige Durchfeuchtung. Man sieht gut an der Oberseite, wann es Zeit wird nachzugießen. Zudem werden vor allem die Wurzeln gut mit Feuchtigkeit versorgt.
  • Um hier keine Staunässe entstehen zu lassen, wird die Rinne leicht geneigt. Das nicht aufgesaugte Wasser fliesst weiter und tropft schliesslich am Ende aus der Rinne in ein kleines Auffangbassin.
  • Integrierter Wasservorrat – ein Teil der Rinne wird mit Wasser aufgefüllt, das dann langsam ins Substrat einsickert. Hierbei ist gerade die undichte Trennwand eine Hilfe. Sie lässt ganz langsam den Inhalt des Reservoirs herauströpfeln. Natürlich, die äusserste Abschlußwand sollte immer noch mit Silikon dichtgemacht werden…
  • Es scheint passend zu sein, 1/10 der Rinnenlänge für das Wasserreservoir zu reservieren. Für das erste Anfeuchten muss man das Reservoir zwei Mal auffüllen. In 1-2 Minuten ist es herausgesickert und wird vom Substrat aufgesaugt – danach reicht es aber, alle paar Tage ein wenig Wasser nachzukippen.
  • Es scheint auch gut zu sein,  das Substrat aus ungefähr 3/4 Anzuchterde und 1/4 Perlit zu mischen – das verhindert rasches Austrocknen, verhindert ein Zusammenziehen und hält alles schön locker.

Das sieht doch schon viel besser aus ! - Anzucht-Rinne mit Wasservorrat.

Das richtige Perlit ist übrigens das Billigste !

Bitte kein impägniertes Perlit nehmen! Auch keines mit Bitumenzusatz! Das nimmt kein Wasser auf, sondern gibt statt dessen Chemikalien ab…

Bei uns erfolgreich im Einsatz ist „Isoself“ von Knauf – das gibt´s im Baumarkt bei den Isolierstoffen ! Nicht im Gartencenter !

Aber das ist ja eigentlich schon wieder ein anderes Thema…!

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Comments
One Response to “Anzucht in der Regenrinne V2.0”
  1. Super Beitrag, sehr kreativ. Ich finde auch gut, dass du die Besonderheiten und Fallstricke bei der ganzen Idee und Lösungen dafür aufgezeigt hast. Danke!

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